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Theorie
und Praxis des Bruchtest
!!! Mit Videos
zum Downloaden !!!
Der Bruchtest ist einer der bekanntesten
Bereiche der traditionellen Kampfkünste. Immer wieder,
wenn Kampfkünste bei Vorführungen vorgestellt werden,
darf der Bruchtest nicht fehlen. Immer dickere Materialien,
immer höhere Schwierigkeitsgrade... . Das erweckt bei
Nichtfachkundigen den Eindruck, der Bruchtest sei Hauptbestandteil
der Kampfkünste und es würde den ganzen Tag nichts
anderes getan, als Körperteile abzuhärten und auf
Bretter zu schlagen.
Der Kyokpa (Bez. im
Taekwondo) ist nur ein kleiner Teil des Ganzen und gehört
nicht zu den normalen Trainingsinhalten, obwohl er bei Prüfungen
gezeigt und bei Vorführung spektakulär präsentiert
wird. Er dient vielmehr dem Übenden als Indikator für
die Stufe seiner geistigen und körperlichen Entwicklung.
Wenn der Kampfkünstler noch nicht so weit ist, einen Bruchtest
auszuführen, muss er mit Gewalt und Verletzungen das ausgleichen,
was ihm andere an Technik und sonstigem Können voraus haben.
Es geht um das perfekte Zusammenspiel
der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit,
denn im Bruchteil einer Sekunde muss das gesamte Denken und Handeln in einem einzigen Punkt des Körpers
konzentriert werden.
Um das scheinbar unüberwindbare Material
zu brechen ist eine harmonische Aktivierung der vollen geistigen
und körperlichen Kapazität notwendig, basierend auf langjährigem
Training der Kampfkunst mit ihren Techniken und der rechten
Haltung im geistigen Sinn (Do).
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| Körperlich: |
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| Kraft |
Die Fähigeit, eine Masse
zu bewegen, einen Widerstand zu überwinden oder ihm durch
Muskeleinsatz entegenzuwirken |
| Schnelligkeit |
Die Fähigkeit, Bewegungen
mit hoher Geschwindigkeit auszuführen |
| Koordination |
Die Fähigkeit, schwierige
Bewegunsabläufe zu verstehen und umzusetzen, sowie schnell,
den Anforderungen der Situation entsprechend zu verändern |
| Beweglichkeit |
Die Fähigkeit, Bewegungen
mit großer Schwingungsbreite der Gelenke auszuführen |
| Geistig: |
Konzentrationsfähigkeit,
Mut, Wille, Selbstdisziplin, Selbstvertrauen, Zielstrebigkeit,
Imaginationsfähigkeit |
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Es gibt grundsätzlich drei unterschiedliche
Arten des Bruchtest, die man in den Standardbruchtest,
den Massebruchtest und den Geschwindigkeitsbruchtest
unterscheidet.
Standardbruchtest:
Beim Standardbruchtest wird die Technik auf ein
Brett mit einer dem Gürtelgrad entsprechenden Dicke (siehe
Bruchtestmaterial) ausgeführt, wo bei dieses an mindestens
zwei Seiten von einem oder mehreren Personen festgehalten
wird. Dieser Bruchtest wird bereits von Schülern (ab
6. Kup/Grün-Gürtel) bei Prüfungen abgefragt
und erfordert ein ausgewogenes Verhältnis der o.g. Voraussetzungen.
Massebruchtest:
Beim
Massebruchtest ist ein enormer Kraftaufwand erforderlich,
der hauptsächlich durch die Körpermasse zustande
kommt. Hier werden mehrere Bretter, Steine, etc aufeinander
gelegt oder besonders dickes Material gewählt, das unbedingt
sicher und stabil aufgelegt oder gehalten werden muss, damit
es nicht nachgeben kann und bei ausreichender Krafteinwirkung
bricht.
Da bei diesen Bruchtests viel Masse bewegt wird, kann in der
Endphase vergleichsweise keine sehr hohe Geschwindigkeit erreicht
werden. Die Einbeziehung des ganzen Körpers in der Technik
ist daher besonders wichtig.
Bruchtests auf geschichtete Materialien werden übrigens deutlich
erleichtert, wenn zwischen jeder Schicht Abstandhalter eingelegt
werden. Auf diese Weise überträgt z. B. ein gebrochenes Brett
den Impuls auf das nächste usw., was einer Art Kettenreaktion
gleichkommt. Ein enormer Schwierigkeitsgrad ist aber dennoch
möglich, durch hohe Stückzahl oder härteres Material. Massebruchtests
erfordern langjährige Erfahrung und hohes Maß an Können. In
Prüfungen werden sie in der Regel nur bei höheren Meistergraden
verlangt, und dann ohne Abstandhalter.
Geschwindigkeitsbruchtest:
Beim Geschwindigkeitsbruchtest wird das Material
mit nur einer Hand an der Unterseite gehalten, einfach aufgestellt,
an einem Faden aufgehängt oder frei in die Luft geworfen
(höchste Schwierigkeitsstufe). Da es wie jeder Körper
bestrebt ist, den Zustand beizubehalten, in dem es sich gerade
befindet (Trägheit), kann es brechen, wenn die Belastung
durch den Impuls so plötzlich auftritt, dass es sich
nicht schnell genug zurück bewegen kann. Bei einer langsamen
Technik würde das Material ungebrochen zurückweichen.
Es ist daher wichtig, durch den Einsatz von verhältnismäßig
wenig Körpermasse, die Körperwaffe stark zu beschleunigen
und eine extrem hohe Geschwindigkeit zu erreichen. Auch dieser
Bruchtest erfordert langjährige Erfahrung und hohes Maß
an Können. In Prüfungen werden Geschwindigkeitsbruchtests
nur bei Meistergraden ab 2. DAN verlangt.
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Als Bruchtestmaterial werden in der Regel Holzbretter
verwendet. Die Fichtebohlen haben bei ca. 30 x 30 cm eine
Dicke von 1,5 cm (Kinder), 3 cm (Erwachsene) und 4 cm (Meister).
Soweit für Gürtel- bzw. Dan-Prüfungen. Für Vorführungen
und Demonstrationen werden aber auch folgende Materialien
verwendet:
Backsteine, Bachkieselsteine, Eisblöcke, Kokosnüsse, Melonen
(Fingerspieß), Dachpfannen, etc. Der Phantasie sind da
keine Grenzen gesetzt. Lebensmittel sollten meiner Meinung
jedoch nach nur verwendet werden, wenn Sie später noch verzehrt
werden können.
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| ! Aktuelle Bruchtest-Videos ! |
Für die Bruchtestfotos
und -videos verwendete Worna Zohari Holzbretter der folgenden Maße: Fichte-Bohlen,
25x25cm und 3,9 cm dick - Standard-Prüfungsbretter für Erwachsene
im Ilyodo e.V. (DTU-Standard liegt bei 3 cm) - , sowie normale Kokosnüsse
aus dem Lebensmittelmarkt.
Auf den Bildern und Videos ist neben Zohari sein langjähriger Trainingspartner und Freund, Großmeister Volker
Kahl zu sehen. Kahl trainiert seit 29 Jahren Taekwondo und trägt den 7. DAN WTF. Er ist ein direkter
Schüler von Großmeister Willi Kloss (8. DAN) in Herne.
Im Bereich MULTIMEDIA
befinden sich alle Video-Dateien zur Ansicht bzw. zum Download.
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